Wir bauen für die Zukunft!

Wir investieren in bessere Lernbedingungen und in ein attraktives Schulumfeld. Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat der Zweckverband Schulzentrum Haßfurt bereits über 2,1 Mio. Euro in die Ausstattung und rund 20,4 Mio. Euro in die Gebäude der Bildungseinrichtungen am Schulzentrum investiert. In den letzten 15 Jahren sind mehrere Neubauten auf der Schulanlage erstellt worden und die vorhandenen Bauten werden saniert. Hier erhalten Sie einen Überblick über die abgeschlossenen Baumaßnahmen, deren Kosten und die laufenden Planungen.

2002

Bereits seit Mitte der 90er Jahre waren erhebliche Unterhaltsmittel in die Instandsetzung der Schulhäuser und der Sportstätten geflossen. Das waren in acht Jahren über 2 Mio. Euro. Trotz dieser großen Anstrengung war festzustellen, dass die neuen Anforderungen in den Schulen - Naturwissenschaften, Ganztagesschule, Sportstätten, um nur einige zu nennen - nicht ausreichen. Daher startete Im Jahr 2002 ein weiteres umfassendes Umbau- und Sanierungsprogramm für die Schulanlagen am Dürerweg und am Tricastiner Platz.

Ein zusätzlicher Grund liegt darin, dass  sich die Zahl der Schüler am Schulzentrum fortlaufend erhöhte. Die Übertrittsquoten an die Realschulen und an das Gymnasium steigen seit gut 20 Jahren wie überall im ländlichen Raum. Die Schülerzahlen in Grundschule und Mittelschule in Haßfurt blieben immerhin ziemlich stabil. Ein Weiteres tut die zunehmende Attraktivität der Schulen am Standort in Haßfurt. So war die Realschule Haßfurt eine der ersten in Bayern, die sich am Schulversuch der Realschule R6 beteiligte, 1992 konnten neue Ausbildungszweige am Gymnasium aufgenommen werden und die schulische Laufbahn an der Mittelschule wurde stark differenziert.

Es war zu sehen, dass die herkömmliche Sanierung Schritt für Schritt über längere Zeit nicht mehr ausreicht. Und es wurde zu viel Energie in Form von Strom und Wärme verbraucht. Um einen Masterplan aufstellen zu können, wurden alle Grundlagen ermittelt: Demographische Daten wurden zusammengestellt, Schulpläne vor Ort erarbeitet und es flossen moderne bauliche Erkenntnisse ein. Das Frauenhofer Institut für Bauphysik erarbeitete ein Gutachten zu Inhalten und zur Wirtschaftlichkeit der Gebäudesanierung. Bei jedem Sanierungsschritt wurden die bautechnische Machbarkeit und der Brandschutz gründlich beurteilt. Jederzeit sind Eltern und Schüler als auch die Schulleitungen und die Lehrkräfte eingebunden worden.

Unsere gemeinsame Arbeit in diesen Jahren hat sich rentiert. Zunächst: unsere Annahmen stimmen. So wich die tatsächliche Entwicklung der Übertritte in die weiterführenden Schulen von der Prognose ( 2003) weniger als 10 % ab. Und die entstandenen Gebäude sind gut geplant, wirtschaftlich zu unterhalten und sie können sich innen wie außen sehen lassen.

Ab 2003

Ab 2003 sind die einzelnen Neubau- und Sanierungsschritte umgesetzt worden, im Wesentlichen:

1. Da die Sportstätten nicht ausreichten, wurde eine Schulschwimmhalle gebaut. Das Schulschwimmbad, genannt "die Welle", bietet auch die Möglichkeit, das Fach Sport in die Abiturprüfungen mit einzubeziehen. Alle Grundschüler in Haßfurt haben regelmäßig Schwimmunterricht.

2. Am Dürerweg wurden die Turnhallen Ost und West von Grund auf saniert.

3. Der Gebäude A am Dürerweg wurde für Zwecke der Mittelschule umgebaut und erweitert.

4. Das Bibliotheks- und Informationszentrum ist auf zwei Standorten neu untergebracht worden. Eine der Stellen blieb am Schulzentrum, und zwar im neuen Ganztagesgebäude. Die zweite Bücherei befindet sich in der Innenstadt von Haßfurt am Marktplatz.

5. Die Ganztagesstätte am Dürerweg, von den Schülern Silberfisch genannt, wurde mit großzügiger Förderung von Bund und Land errichtet.

6. Am Dürerweg ist die Mittagsbetreuung der Grundschule Haßfurt in einem neuen Gebäude untergebracht worden.

7. Das Gebäude B, in dem sich ein Teil der Grundschule Haßfurt befindet, wurde umfassend überarbeitet und durch einen eigenen Sanitärtrakt und eine neue Heizung ergänzt.

8. Die Freisportanlage wurde in den Jahren 2015 und 2016 verbessert, u. a. wurden die Laufbahnen und die Nebenanlagen erneuert.

Diese Maßnahmen hatten ein Baukostenvolumen von über 20 Mio. Euro. Daneben flossen Gelder für laufende unausweichliche Reparaturen und Verbesserungen in Höhe von 3,8 Mio. Euro in die Schul- und Sportanlagen.

Mit diesen Maßnahmen waren bis 2008 wichtige Abschnitte des Bauprogrammes abgeschlossen. Danach konnte die größte Baumaßnahme, nämlich die Sanierung des Schulhauses am Tricastiner Platz, in Angriff genommen werden.

Seit Juli 2010 laufen dort nach vierjähriger Vorplanung die Arbeiten. Dazu musste das Gesamtkonzept für das Schulzentrum wiederum überarbeitet werden. Es zeigte sich nämlich, dass die Räume für Physik-, Chemie- und Biologieunterricht weder ausreichten, noch vom baulichen Zustand gehalten werden konnten. Als erste Maßnahme ist daher ein Neubau für die naturwissenschaftlichen Fächer bis März 2012 fertiggestellt und übergeben worden.

In der Folge sind die Bauteile Ost und West des großen Schulhauses in den Jahren 2012 bis 2014 grundlegend saniert worden. Der ehemalige Hauswirtschaftstrakt wurde 2015/2016 in Räume für die Verwaltung des Gymnasiums und für den Fachunterricht (Kunst) umgebaut.

Der letzte und größte Bauabschnitt ist nun die Neugestaltung des Bauteiles West. Dort werden die Klassenräume für Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule untergebracht. Ebenso kommt dort die Verwaltung der Realschule Platz und es kommen die Fachbereiche für Kunst, Hauswirtschaft und Werken unter. Leider hat uns hier die komplizierte Planung der statischen Maßnahmen, der Westtrakt wird nämlich nicht nur umgebaut sondern auch aufgestockt, zeitlich zurück geworfen.

Zum Schluss wird der alte und nicht mehr nötige Bau zwischen dem Schulhaus und der Dreifachturnhalle abgebrochen. Voraussichtlich wird die Sanierung des Schulhaues Tricastiner Platz im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Und danach?

Auch künftig bleibt einiges zu tun. Man kann fast sagen: Nach dem Bau ist vor dem Bau. Die Dreifachturnhalle am Schulzentrum ist nun fast 40 Jahre alt und muss trotz vieler Anpassungen in den letzten Jahren aufgewertet und hauptsächlich energetisch verbessert werden. Zudem entspricht die elektrische und elektronische Anlage nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch die Zufahrten, die Zugänge und die Plätze vor der Turnhalle sind instand zu setzen.

Und Anfang Dezember 2017 hat uns die Stadt Haßfurt mit einer Erweiterung des Grundschulgebäudes an der Dr.-Neukam-Straße beauftragt. Voraussichtlich wird es dann auch räumliche Verschiebungen zwischen Grundschule und Mittelschule geben, weitere bauliche Maßnahmen stehen also an.

Wir vertrauen auf die Zukunft: Das ist alles zu schaffen. Denn die bisher gute Zusammenarbeit von Eltern, Schülern, Schulleitungen, Lehrkräften, Kooperationspartnern, Vereinen und der Verbandsverwaltung und vor allem die Unterstützung der politischen Vertretung mit Verbandsvorsitz und Verbandsversammlung hat gezeigt, dass das Projekt Schulzentrum Haßfurt zwar immense Arbeit macht, aber wirklich vorangebracht wird.