07.12.2017 00:00

Was kommt nach der Schule?

Auswertung der Umfrage läuft. Junge Menschen sollen künftig noch besser auf die Arbeitswelt und aufs Studium vorbereitet werden.


Zum Thema Berufsorientierung wurde in diesem Jahr an den Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien im Landkreis Haßberge eine Umfrage gestartet. Wie fühlen sich die Schülerinnen und Schüler auf den Übergang in die Berufs- oder Studienwelt vorbereitet? Wer unterstützt sie bei der Berufsorientierung und was wünschen sie sich zukünftig? Von 1001 Schülerinnen und Schülern nahmen 749 an dieser Befragung teil.

Die Ergebnisse im Vergleich zu 2015 sind größtenteils gleich geblieben:

  • die Schüler/innen der Mittelschule fühlen sich ziemlich gut bis sehr gut auf den Übergang in den Beruf vorbereitet (2016: identisch)
  • die Schüler/innen der Realschule ziemlich gut bis weniger gut (2016: identisch)
  • die Schüler/innen der Gymnasien ziemlich gut bis weniger gut (2016: weniger gut bis ziemlich gut)


Einfluss soziales Umfeld: 59,7% [2016:64,4%] (Eltern als Ratgeber *33,3%* )


Wünsche nach:

  • Pflichtpraktikum
  • Bewerbungstraining/ Fach für das Verfassen von Bewerbungen
  • Persönliche, individuelle Beratung

„Diese ersten Ergebnisse sind Sachverhalte, die vielen zwar bekannt, allerdings nicht mit Zahlen hinterlegt sind“, äußert Bildungsmanagerin Julia Hünemörder, die die Statistik im Zuge des Projektes „Bildung integriert“ erstellt. In dem Bildungsprojekt geht es einerseits um die Erhebung und Auswertung von Sachverhalten, das so genannte Bildungsmonitoring und um die Vernetzung von Verantwortlichen, die im Bildungssektor tätig sind, das so genannte Bildungsmanagement.

Um Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, ist das Bildungsprojekt auf Kooperationspartner angewiesen. Einer davon ist die zak-Geschäftstelle in Haßfurt. Diese bietet unter anderem auch Bewerbungscoaching an: Schulabgänger können dort also lernen, wie man Bewerbungen richtig verfasst und üben Bewerbungsgespräche in der Praxis.

„Es ist verständlich, dass junge Menschen in Bewerbungssituationen unsicher sind, weil es nur wenige Möglichkeiten gibt, dies vor dem Ernstfall zu proben“, so Uwe Blos von der zak-Geschäftsstelle.

Mit Hilfe der praktischen Erfahrungen eben solcher Kooperationspartner und den erhobenen Zahlen der Umfrage soll gemeinsam mit den Schulen diskutiert werden, wie eine nachhaltige, individuelle sowie bedarfsgerechte Berufsorientierung gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet werden kann.

 

Kontaktdaten:
zak-Geschäftstelle Uwe Blos, Telefon 09521/6191360, E-Mail: u.blos(at)zak-projekt-hassberge.de
Projekt „Bildung integriert“ Julia Hünemörder, Telefon 09521/27-674, E-Mail: julia.huenemoerder(at)hassberge.de